Neurodermitis, Milchschorf, Kopfgneis! Was kann ich tun?

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Ausschlag und Hautveränderung bei meinem Baby! Was kann ich tun?

Neurodermitis, Ausschlag, Baby-Akne und Milchschorf- leider keine Ausnahme bei Babys. Hallo Baby – oh so eine schön weiche und gut riechende Haut. So stellt man es sich zumindest vor. Leider ist das aber nicht immer so. Als Mama ist es natürlich eine Herausforderung, besser gesagt mehr als frustrierend, ansehen zu müssen wie sich die kleinen ärgern und kratzen müssen, ohne ihnen helfen zu können. Aber keine Sorge, meist sieht es schlimmer aus als es ist. In diesem Blog erfährst du mehr über die häufigsten Hautveränderungen deines Babys und wie du am besten damit umgehst. 

Nach der Geburt ist die Haut der Babys vielen äußeren Eindrücken ausgesetzt. Die Babys müssen sich an Sonne, Wind, Kälte und anderen Umständen außerhalb der Welt im Bauch gewöhnen. Rötungen, raue Stellen oder Ausschläge auf der Haut sind nichts Außergewöhnliches, müssen aber beobachtet werden.

Wir haben die häufigsten Veränderungen der Babyhaut wie Milchschorf, Kopfgneis, Neurodermitits und Neugeborenen-Akne inklusive einiger Tipps zusammengefasst.

Neurodermitis

Was ist Neurodermitis?

Bei Neurodermitis handelt es sich um eine Hautkrankheit. Die betroffenen Hautstellen - meist Ellenbogen, rund um den Mund oder die Beinen - sind rot, trocken, schuppig und jucken zudem auch noch. Neurodermitis wird man leider nicht los, Symptome sind meist chronisch und kommen in Schüben. 

Da wir selbst von der Thematik betroffen waren und unsere Kinder an Milchschorf, gereizter-, trockener Haut und Neurodermitis-ähnlichen Symptomen litten, haben wir unser Baby-Sortiment dementsprechend entwickelt. Unsere Baby Pflegebutter und Baby Balsam haben eine minimalistische Rezeptur. Die Inhaltsstoffe sind allesamt Naturprodukte aus biologischem Anbau, darüber hinaus verzichten wir zur Gänze auf Duftstoffe, Farbstoffe, chemische Zusätze oder Schadstoffe.

Info!

Heutzutage leiden etwa 10 bis 15 Prozent der Kinder an Neurodermitis. In den 60er Jahren waren es lediglich 2 bis 3 Prozent. Eine zu hygienische Lebensweise, sowie diverse Provokationsfaktoren werden als Ursache für den starken Anstieg vermutet, jedoch sind sich die Experten hier uneinig. (Quelle: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/haut-haare-naegel/neurodermitis/inhalt)

Wie kann ich Neurodermitis behandeln?

Für die richtige Behandlung ist es empfehlenswert überprüfen zu lassen, was den juckenden Hautausschlag auslöst. Dabei helfen Blut- oder Hauttests bei deinem Kinderarzt. Neurodermitis ist leider nicht heilbar, aber mit der richtigen Hautpflege können die Juckreize und Rötungen gut behandelt werden, sodass sie deinem Baby weniger Kummer bereiten.

Warum einige Kinder von Neurodermitis betroffen sind, hängt von vielen Faktoren ab, was auch erblich bedingt sein kann. Neurodermitits ist aber nicht ansteckend. Quelle: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/haut-haare-naegel/neurodermitis/was-ist-das)

Tipps!

  • achte auf gute, hautfreundliche Materialien und Qualität bei der Kleidung; Baumwolle oder Viskose eignen sich besonders gut
  • die kalte Jahreszeit bringt gleich mehrere Tücken mit. Draußen ist es kalt, windig und feucht. Drinnen dagegen ist die Raumluft durch starkes Heizen meist besonders trocken. Beides kann empfindliche Haut reizen. Beuge mit rückfettenden Cremen und Salben vor
  • achte auf die tägliche Pflege und sei speziell bei den Inhaltsstoffen besonders kritisch.

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Milchschorf

Was ist Milchschorf?

Milchschorf ist ein Hautauschlag, welcher sich meistens auf den Wagen, Augenbrauen, Stirn sowie auf der Kopfhaut bildet und den kleinen Mäusen ziemlich zu schaffen macht. Denn Milchschorf juckt ist unangenehm und die kleinen können sich auch nicht wirklich helfen, immerhin ist kratzen keine Lösung. In der Regel macht sich Milchschorf ab dem 2. oder 3. Lebensmonat bemerkbar.

Hilf deinem Baby dabei sich „möglichst schonend“ zu kratzen, damit die betroffene Hautstelle nicht weiter verletzt wird. Puste oder kreise mit den Nägeln sanft die gerötete Stelle ein. Massier dein Baby und lege etwas Kühlendes auf die betroffene Hautpartie auf. So lenkst du nicht nur vom Juckreiz ab, sondern linderst ihn auch.

Leider kratzen sich Babys oft dennoch auf, dies kann in der Nacht während dem Schlafen oder auch tagsüber passieren. Dadurch können sich auch gelbe, nässende Krusten bilden. Vorsicht! Achte darauf, dass sich in den offenen kleinen Wunden, keine Bakterien festsetzen, damit keine Entzündung entsteht.

Tipps!

  • ziehe deinem Baby kleine Söckchen oder Handschuhe über die Hände, damit die schon empfindliche Haut nicht noch mehr strapaziert und durch die kleinen spitzen Nägel aufgekratzt wird
  • benutze für die Hautpflege natürliche und unparfümierte Produkte, die rückfettend sind
  • meide Pflegeprodukte mit chemischen Zusätzen, Farbstoffen, Duftstoffen, etc.
  • verzichte auf zu häufiges Baden, Babys müssen nicht täglich gebadet werden, es ist ausreichend sie mit einem feuchten Waschlappen zu reinigen, denn zu viel Wasser trocknet die Haut aus
  • achtet auf die richtige Temperatur beim Schlafen, damit das Baby nicht schwitzt und somit die betroffene Stelle zusätzlich belastet wird

Info!

Milchschorf hat nichts mit Milch oder einer Milchunverträglichkeit zu tun. Dieser Hautausschlag äußert sich durch kleine Schuppen und diese wiederum erinnern an angebrannte Milch in einem Topf. Jetzt hat sofort jeder von uns ein Bild vor Augen, da dies wahrscheinlich einem Großteil schon mal passiert ist.

Milchschorf ist ein kurzfristiger schuppiger Hautausschlag, tritt nach dem zweiten Lebensmonat auf und verschwindet meist im Alter von bis zwei Jahren auch schon wieder von allein. Bei Milchschorf kann es sich um eine Frühform von Neurodermitis handeln. Glaubt man zumindest, laut Recherchen ist die Forschung der Ansicht, dass Milchschorf vererbbar ist bzw. die Wahrscheinlich höher ist, wenn Mami oder Papi Neurodermitis haben oder hatten, auch die Babys daran leiden können. (Quelle: https://www.hautinfo.at/milchschorf-vs-kopfgneis-neurodermitis-bei-kindern)

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Milchschorf loswerden, aber wie?

Am besten bürstest du ganz zart mit einer weichen Babybürsten die Schüppchen der betroffenen Stellen raus. Das kannst du mehrmals am Tag machen, die Babys genießen diese Kopfmassage und können sich gut dabei entspannen. Du wirst sehen, dass einige Schüppchen ganz leicht dadurch abfallen werden. Es ist nicht notwendig alle Schüppchen abzubürsten, du solltest lediglich die bereits trockenen und sich gut lösenden Hautschuppen entfernen um lästiges Jucken, so gut es geht zu verhindern.

Wenn das nicht hilft, trage Öl (ganz wichtig: Bio-Öl ohne chemische Zusätze!!!) auf die schuppigen Stellen auf und lasse es ein paar Stunden oder über Nacht einwirken, sofern dies möglich ist. Am leichtesten ist es, den Milchschorf am Kopf damit zu entfernen. Damit die Bettwäsche nicht ölig wird, zieh deinem Schatz einfach eine dünne Haube über. Dann kann es besonders gut einwirken. Danach sollten sich die Hautschuppen noch leichter rauskämmen lassen bzw. kannst du deinem Baby die Haare waschen und ganz vorsichtig mit dem Handtuch trocken tupfen.

Tipp!

  • pflege die Haut mit einer reichhaltigen, rückfettenden Lotion, damit die Hautstelle mit ausreichender Feuchtigkeit versorgt und nicht noch trockener wird. Dazu empfehlen wir unsere Bio-Badebutter BIO-SHEABUTTER & AVOCADOÖL aus unserem Baby-Pflege Sortiment.

Info!

Sheabutter beruhigt die irritierte Haut, spendet intensiv Feuchtigkeit und ist außerordentlich reichhaltig. Außerdem ist sie ausgesprochen gut verträglich und eignet sich somit perfekt für trockene sowie sensible Haut. Neurodermitis und Milchschorf oder Kopfgneis, solltest du immer mit naturbelassenen Produkten behandeln und auf jeden Fall auf Inhaltsstoffe und mögliche Schadstoffe achten.

Auch wenn es oft ausreichend ist, die Haut deines Babys durch milde und sorgfältige Pflege zu schützen, um den Milchschorf loszuwerden, so solltest du dennoch jede Art von Hautveränderung von deinem Kinderarzt anschauen lassen und mit ihm besprechen.

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Kopfgneis

Was ist Kopfgneis?

Kopfgneis ist ebenso ein Hautauschlag, aber etwas harmloser. Der Vorteil im Vergleich zu anderen Hautausschlägen ist, dass Kopfgneis nicht juckt. Meistens entstehen die Schuppen auf der behaarten Kopfhaut. Kopfgneis bemerkt man schon viel früher, nämlich bereits in den ersten Lebenswochen.

Warum manche Babys diesen Hautausschlag bekommen und andere nicht, liegt an der vermehrten Produktion der Talgdrüsen. Dies wiederum liegt an einem Überschuss weiblicher Hormone, die sich nach der Geburt noch im Blut deines Babys befinden.

(Quelle:https://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/kopfgneis-verschwindet-meist-von-selbst/)

Wie entferne ich Kopfgneis?

Kopfgneis sieht zwar nicht besonders schön aus, muss aber nicht zwingend entfernt werden. Der Ausschlag stört die Babys normalerweise nicht und die Haut normalisiert sich von selbst innerhalb von wenigen Wochen oder höchsten einem Jahr. Wenn du es aber dennoch entfernen möchtest, achte darauf, dass du die Schüppchen auf dem Kopf deines Babys nicht wegkratzt, sondern sanft mit einer weichen Babybürste rausbürstest.

Tipp!

  • trage eine geeignete Salbe oder eine natürliche Creme auf die betroffenen Hautstelle auf und lasse diese einige Stunden oder über Nacht einwirken, danach kannst du die Schüppchen leichter mit einer weichen Babybürste rausbürsten.

Kopfgneis und Milchschorf werden oft verwechselt, weil beide Hautveränderungen sehr ähnlich aussehen. Wir haben wir einige Unterschiede zur Verdeutlichung gegenübergestellt.

 

Milchschorf

Kopfgneis

Wann

Im 2/3 Lebensmonat

erste Lebenswochen vom Baby

Aussehen

harte Schuppen und Krusten, oft nässend

Schuppen sind weich und eher fettig

Auswirkung

Juckreiz

Juckt, bzw. stört Babys nicht

Dauer

Bis zu 2 Jahre

Bis zu 1 Jahr

Behandlung

Ölhaube (siehe oben)

 

Hilf deinem Baby dabei sich „möglichst schonend“ zu kratzen, Puste, oder kreise mit den Nägeln sanft die gerötete Stelle ein. Massier dein Baby und lege etwas Kühlendes auf die betroffene Hautpartie auf.

 

Beobachten regelmäßig die Veränderung der Schuppen

Ölhaube (siehe oben)

 

Betroffene Hautstellen

Mitte des Vorderkopfes, Stirn und Wangen, seltener Arme, Beine oder Windelbereich

Kopfhaut bis hinein in die Stirn, besonders am Vorderkopf und im Bereich der Fontanelle

 

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Neugeborenen-Akne

Was ist Baby-Akne oder Neugeborenen-Akne?

Die Neugeborenen-Akne, auch Mitesser genannt, ist bereits in den ersten Wochen nach der Geburt auf Wangen, Stirn und Kinn sichtbar. Buben betrifft es meist häufiger. Warum die Mitesser entstehen, liegt an einem hormonellen Prozess nach der Geburt. Bei Neugeborenen- oder Baby-Akne handelt es sich um eine Hauterkrankung, die in den ersten Lebenswochen auftritt und meist schon nach wenigen Wochen wieder von selbst verschwindet.

Neugeborenen Akne ist in der Regel nicht bedenklich, kann sich allerdings entzünden, weshalb stets mit dem Kinderarzt Rücksprache zu halten ist, ob und welche Behandlung sinnvoll ist.

Was kann ich dagegen tun?

Baby-Akne juckt in der Regel nicht, weder stört es die Babys. In aller Regel ist keine Behandlung notwendig und die Haut reguliert sich binnen einiger Wochen ganz von allein. Bitte beobachte die Haut deiner Süßen allerdings genau und hol dir lieber einmal zu viel als einmal zu wenig Rat von deinem Kinderarzt. Solltest du Veränderungen an der Haut, starke Rötungen oder ähnliches entdecken, ist es auf jeden Fall ratsam einen Arzt um Rat zu bitten.

Tipps!

  • die kleinen Mitesser bitte AUF KEINEN FALL ausdrücken oder wegkratzen. Damit machst du nichts besser. Es ärgert dein Baby nur, tut ihm weh und begünstigt darüber hinaus auch noch eine bakterielle Entzündung
  • reinige die Hautstelle sanft mit lauwarmen Wasser und einem Waschlappen

Storchenbiss

Was ist ein Storchenbiss?

Der Storchenbiss ist eine Rötung der Haut, meistens am Kopf oder am Nacken, oder Augenpartie. Beim Storchenbiss handelt es sich nicht um einen Hautkrankheit oder Ausschlag, es ist lediglich eine Erweiterung kleiner Hautgefäße. Wenn sich das Baby anstrengt oder aufregt, kann sich die Farbe etwas verändert und dunkler werden.

Info!

Die Geschichte vom Storch scheint doch wahr zu sein, denn der Storchenbiss sieht so aus, als ob der Storch das Baby mit seinem Schnabel am Nacken gehalten hätte und den Eltern vor die Türe gestellt hat. (Quelle: https://www.hallo-eltern.de/baby/storchenbiss/)

Was kann ich dagegen machen?

Da der Storchenbiss die Babys nicht juckt oder stört, ist keine Behandlung notwendig. Die Hautrötung verschwindet von selbst.

FAZIT

Babyhaut ist noch sehr zart und viel empfindlicher als die Haut von uns Erwachsenen, da diese noch vollständig ausreifen muss. Der kleine Babykörper kann zudem die eigene Temperatur noch nicht selbstständig anpassen, weshalb es sehr wichtig ist, immer wieder zu überprüfen, ob deinem Baby kalt oder warm ist, ob es dicker angezogen werden muss oder ob es sogar schon schwitzt.

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Das kannst du ganz einfach mit dem sogenannten Nackentest, lege deine Hand auf den Nacken, ist die Haut im Nacken kalt, schadet eine weitere Kleidungsschicht nicht, ist es schwitzig oder feucht so ist deinem Baby schon zu warm. Es kann durchaus sein, dass dein Baby schon quengelig wird, wenn ihm zu heiß oder kalt ist, aber gerade in den ersten Wochen solltest du gezielt darauf achten und helfen, die richtige Körpertemperatur zu finden.

Vor allem in den ersten beiden Lebensjahren ist die Haut der kleinen Schätze besonders empfindlich und benötigt daher besonders zarten Schutz. Dennoch ist stets auf jegliche Hautveränderung Acht zu geben und im Zweifel mit dem Kinderarzt abzuklären. Babyhaut ist etwas ganz besonders und soll demnach sanft behandelt und vor allem gepflegt werden.