die ersten Wochen mit Baby – was nun?

baby schlafen

Herzlich Willkommen in dieser aufregenden Welt kleines Wunder.

Schon während der Schwangerschaft bereitet man das Nestchen zuhause vor: alle Pflegeutensilien, die Wiege, das Beistellbettchen, Kuscheldecken, den Kinderwagen und im Kasten ist alles schön nach Größen und Farben eingeräumt. Immerhin hat man monatelang Zeit sich alles zurechtzulegen.

Doch kurz davor kommen noch hilfreiche Ratschläge von anderen Eltern: genießt noch die Zeit zu zweit, schlaft, schlaft viel, schlaft auf Vorrat, geht abends aus, fahrt noch in Ruhe auf Urlaub,…

Manches klingt schon fast nach einer Drohung! 😊

Deshalb haben wir ein paar Tipps für die ersten Wochen mit Baby daheim zusammengefasst.

Was braucht mein Baby in den ersten Wochen?

Sobald ihr zuhause angekommen seid, beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt und der kleine Mensch bestimmt – vor allem in den ersten Wochen - euren Tagesablauf von früh bis spät sowie in der Nacht.

Schlafentzug und Übermüdung? Richtig!!!

In den ersten Wochen nach der Geburt bestimmen ein Gefühlschaos sehr oft das Alltagsleben. Das Baby weiß nicht, ob es Tag oder Nacht ist, es kennt noch keinen Rhythmus zwischen Hunger, Sattsein, Schlafen oder Wachsein.

Die erste Aufgabe besteht darin, sich in aller Ruhe kennenzulernen und daheim gemütlich ankommen. Es ist wichtig, die Bedürfnisse von eurem Baby richtig zu verstehen, zu erfüllen und als gemeinsame Familie zusammenzuwachsen. Schon bald werdet ihr auch schon mit einem dankbaren Lächeln dafür belohnt.

Baby auf Teppich

Tipps:

  • Genießen, genießen, genießen!! Gerade die ersten Wochen vergehen so schnell und euer Baby macht eine wahnsinnige Veränderung durch.
  • Verabschiedet euch von einem immer sauberen und ordentlichen Haushalt, es liegt immer irgendwo Wäsche rum, der Eimer geht mit vollen Windeln über und du isst öfter als sonst Fertiggerichte und Süßigkeiten.
  • Nimm Hilfe und Unterstützung von Freunden und Familie an: es kann gerne mal jemand für dich einkaufen gehen oder etwas Gutes kochen.
Tipps für die erste Zeit mit Baby

# Trinken

Milch trinken ist in den ersten Wochen und Monaten die wichtigste Beschäftigung eurer Kleinen.

In den ersten Wochen ist ein Neugeborenes alle zwei bis drei Stunden hungrig, denn der Bauch ist noch sehr klein. Die Verdauungsorgane sind noch nicht fertig entwickelt und winzig klein, wodurch nur kleinere Portionen Platz haben.

Wenn ihr stillt, braucht ihr euch über die Menge und Zusammensetzung der Muttermilch keine Sorgen zu machen, denn das entspricht immer dem, was das Baby braucht, wodurch sich ein voll gestilltes Kind nicht überessen kann. Wenn es keinen Hunger hat, trinkt es auch nicht und in der Regel reguliert sich die Menge von selbst. Also hast du immer genug Milch für dein Kind.

Tipps:

  • Lass – gerade an heißen Tagen – dein Baby öfter trinken, auch wenn es nur ganz kurz an der Brust nuckelt.
  • Entscheide selbst, ob du nach Bedarf stillst, nach einem bestimmten Stunden-Rhythmus oder deinem Baby eine Flasche gibst. Alles ist in Ordnung. Es ist nur wichtig, dass es deinem Baby und dir dabei gut geht.
  • Stillen oder aus dem Fläschchen trinken: das Baby so hinlegen, dass es mit der Mama Bauch an Bauch ist, es soll die Brust oder die Flasche gut erreichen. Wenn das Baby gut liegt, bilden Ohr, Schulter und Hüfte eine gerade Linie. Dadurch kann es leichter schlucken.
Baby schlafen

# Schlafen

Am zweitwichtigsten ist das Schlafen. Babys schlafen über den Tag verteilt etwa 16 bis 17 Stunden.

In den ersten Lebenswochen hat man den Eindruck, dass das Baby den gesamten Tag verschlaft.

Ab etwa vier Monaten schlafen Babys ca. 12 bis 15 Stunden pro Tag. In der Regel schlafen sie dann nachts länger und tagsüber benötigen sie zwei Nickerchen. Die wachen Momente sind mit Wickeln, Trinken, Umziehen, Baden, Fotos machen und Baby anschauen gefüllt. Ja, es ist ganz normal, wenn du deinem friedlich schlafenden Baby stundenlang dabei zuschaust.

Das Baby hat noch keine Ahnung, wann es Tag und Nacht ist, wann es eigentlich länger am Stück schlafen sollte und wann auch nur ein Powernap ausreichend ist. Dies kommt dann mit der Zeit.

Tipps:

  • Nutzt die Schlafenzeit der Babys um selbst zur Ruhe zu kommen und Energie zu tanken. Man weiß nie, wie die nächste Nacht wird und da schadet es nicht ausgeruht zu sein.
  • Schlaft neben eurem Schatz, es gibt nichts Schöneres, als mit eurem Baby gekuschelt im Bett zu liegen. Es gibt dem Baby Ruhe, Geborgenheit und Sicherheit.
  • Wenn ihr eure Baby ins Bettchen legt, entfernt jegliche Kuscheltiere, Pölster, Decken etc. aus dem Bett, zieht ihm einen Schlafsack an und legt es auf den Rücken.

# Nähe & Liebe:

Im Bauch konnte der „all inklusive Service“ Tag und Nacht ausgenutzt werden. Alles war perfekt! Es war nie zu dunkel, zu hell oder zu laut. Das Baby war nie allein, nie hungrig oder durstig.

Nun müssen sich die Neugeborene plötzlich an die neue Umwelt draußen anpassen. Helft euren Babys, indem ihr sie viel kuschelt und schmust. Viele Babys haben es gerne, wenn sie eng in eine Decke gewickelt werden. Außerdem reagieren Neugeborene sehr stark auf Berührungen.

Händchen halten, Baby kuscheln

Tipps:

  • Nutzt die Zeit der Nähe und Zweisamkeit – gerade beim Wickeln ergibt sich das perfekt – und massiert euer Baby ein, streichelt es, zieht an den Fingern, legt es auf den Bauch um alle Körperstellen zu berühren.
  • Geht mit eurem Baby in einem Wickeltuch oder einer Trage spazieren, nicht nur die frische Luft tut gut, auch wenn es eure Nähe spürt, eure Stimme hört und dem Baby im Tragetuch spazieren 

# Babypflege:

Bei der Babypflegt gilt – gerade in den ersten Monaten – das Prinzip Weniger ist Mehr. Babyhaut ist noch sehr zart und empfindlich, daher ist es völlig ausreichend das Baby ein- bis zweimal die Woche zu baden.

Auch benötigt ihr kaum bzw. keine Pflegeprodukte. Babys werden nicht besonders schmutzig, die Milchreste und Fussel zwischen den Zehen und Fingern kann man mit Wasser reinigen.

Schaut euch dazu unsere Produkte von Seifenhörnchen  an. Speziell für Babys entwickelt, besteht unsere Badebutter aus lediglich drei Zutaten; pflanzliche Butter, pflanzliche Öle und Zitrone- sonst nichts!

Pflanzliche Butter und pflanzliche Öle pflegen die Haut, spenden Feuchtigkeit und machen sie geschmeidig weich. Ein Schuss Zitronensäure sorgt für eine angenehme Frische und konserviert auf natürliche Art.

Schonend entwickelt, verzichten wir gänzlich auf Duftstoffe, Farbstoffe, oder sonstige Zusätze, die Babys Haut belasten, reizen oder austrocknen könnten.

Tipps:

  • Für die Reinigung im Windelbereich könnt ihr – vor allem zuhause – anstatt Feuchttücher einen feuchten Waschlappen nehmen
  • Achtet darauf, dass die Pflegeprodukte frei von Zusatzstoffen und Chemie sind

Zum Thema Babypflege findest du hier den Blogbeitrag, der sich diesem Thema ganz ausführlich widmet. 

# Spiel & Spaß:

Wenn das Baby wach und aktiv ist, redet oder singt ihm was vor. Dadurch wird eure Stimme immer vertrauter und euer Schatz fühlt sich in Sicherheit.

Beim Wickeln, Baden, oder Umziehen könnt ihr eure Beziehung intensivieren, indem ihr euer Baby streichelt, mit Öl einmassiert oder die Sinnes- und Gehirnentwicklung aktiviert, indem ihr kleine Spiele mit Stimme und Körperkontakt ausprobiert.

Tipps:

  • Probiert das Mäuse Spiel aus:

Kommt eine Maus,

die baut ein Haus,

kommt ein Mückchen,

baut ein Brückchen,

kommt ein Floh,

der macht sooooooooo.

(berührt mit den Fingern den ganzen Körper des Babys und kitzelt es am Ende des Liedes an einer Stelle, wo ihr wisst, dass er es mag)

  • Lacht mit eurem Baby zusammen, erzählt ihm Geschichten, singt ihm was vor und nutzt die wachen Momente aus

# Rhythmus & Gewohnheit:

Babys und Kinder mögen gleiche, sich wiederholende Tagesabläufe. Das gibt ihnen ein gutes Gefühl von Sicherheit und Vertrauen. Natürlich kann und soll nicht jeder Tag genau gleich ablaufen, aber versucht einzelne Fixpunkte des Tages ähnlich zu gestalten. Regelmäßige Abläufe bzw. ähnliche Reihenfolgen von Mahlzeiten und Ruhephasen helfen, zur Ruhe zu kommen.

Gleiche Abläufe sind zwar schön, aber das Wichtigste sind die Bedürfnisse des Kindes und diese werden sich je nach Entwicklungsstand und Phasen von Woche zu Woche ändern, seid also flexibel und passt es an.

Tipps: 

  • Habt Geduld! Rhythmus braucht Zeit. Es wird Tage geben, da kann euer Baby einfach nicht so gut schlafen oder es trinkt viel öfter und mehr.
  • Findet eine Balance zwischen konsequenter Struktur und alltagstauglicher Flexibilität

Gerade vor dem Schlafengehen solltet ihr euer Baby auf den langen Nachtschlaf einstimmen. Dies klappt am Besten durch immer gleiche Abläufe oder auch Rituale. Macht jeden Abend ein kurzes Abendritual. Ihr könnt das Baby vor dem Schlafengehen baden oder nur mit einem warmen Waschlappen reinigen oder es mit einer Babymassage verwöhnen, Schlafsack anziehen und dabei ein “Gute Nacht”-Lied oder eine -Geschichte singen oder vorlesen.

Das sollte – wenn möglich -  jeden Abend um die gleiche Uhrzeit sein, damit sich das Kind besser darauf einstellen kann.

Nicht nur dem Baby tut es gut, sich an einen gewohnten Ablauf zu gewöhnen, sondern auch die Eltern können einige babyfreie Stunden genießen.

 Baby mit Kopftuch

Tipps:

  • Zeigt eurem Baby, dass es Nacht wird, indem ihr es ins Bett/ Beistellbett/ Kinderwiege etc. legt
  • Legt das Baby ruhig und entspannt, aber noch wach ins Bett und verabschiedet euch – so lernt das Baby, dass alles in Ordnung ist und kann von alleine einschlafen
  • Schafft eine angenehme ruhige Atmosphäre, damit das Baby weis, dass jetzt schlafen und nicht spielen angesagt ist

Die perfekten Eltern gibt es nicht. Ihr dürft Fehler machen und daraus lernen. Nicht vergessen: jede noch so harte schlaflose Nacht, jeder noch so anstrengende Schub und jede noch so intensive Phase vergeht!!!

Seid einfach für eure Babys da und gebt ihnen das Gefühl der Sicherheit und Nähe – dann wird alles gut.